Diese Seite widme ich mit Gedichten und Artikeln zukünftig politischen Angelegenheiten und der deutschen Gesellschaft:
Zum Thema Thilo Sarrazin:
Seit Tagen habe ich verfolgt, wie mit Thilo Sarrazin von Journalisten wie Beckmann u. a., von "Politikern" wie der Merkel, dem Gabriel, dem Westerwelle, der Künast (die Anrede Frau oder Herr haben diese Personen m. E. nicht mehr verdient) umgegangen worden ist.
Das Buch von Thilo Sarrazin konnte ich aus Zeitgründen noch nicht lesen. Ganz sicher werde ich es mir kaufen. Ich werde mir meine Meinung bilden. Ungeschicklichkeiten hat Herr Thilo Sarrazin schon eingeräumt. Ich erkenne diese noch nicht.
Eine biologistische Betrachtungsweise und rassistische Ansichten wurden Herrn Sarrazin vorgeworfen. Nun, dass es unter Menschen, die von einem naturgemäßen und nicht religiös und ideologisch geprägten Blickwinkel aus nichts anderes als besonders entwickelte Säugetiere sind, auch Rassen mit genetischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden gibt, wie eben bei Hunden und Pferden auch, ist nichts anderes als eine nüchterne, naturwissenschaftlich-biologische Tatsache.
Diese Feststellung hat nicht das Geringste mit weißem, schwarzen, faschistoidem, muslimischen oder jüdischem Rassismus zu tun. Der von mir angesprochene Rassismus im Dritten Reich, in den Vereinigten Staaten des 19. und 20. Jahrhunderts, im heutigen Israel und in den arabisch - muslimischen Staaten, jede dieser Formen des real existierenden Rassismus hat nämlich ein besonderes Kennzeichen, das ich bisher keiner Äußerung von Herrn Sarrazin entnehmen kann.
Herr Sarrazin spricht nicht von minderwertigen Rassen, nicht von Untermenschen, er redet nicht von Niggern wie es heute noch in südlichen amerikanischen Staaten üblich ist, er sperrt keine Palästinenser hinter Mauern und er spricht den Menschen in Israel und ihrem Staat nicht das Existenzrecht ab. Alle Versuche, Herrn Sarrazin und die enorme Zahl der Deutschen, die seine Betrachtungen teilen, zu Rassisten zu stempeln, gehen damit fehl.
Nur - darum geht es hier nicht in erster Linie!
Zwar ist ein weltweit immer wieder auftretender Rassismus eine Pestkrankheit des Säugetieres Mensch - und der Holocaust - in seiner besonderen Ausprägung dieser Pestkrankheit - ein besonders ekelhafter Beweis für die Tierhaftigkeit des Menschen, aber der Fall Merkel, Beckmann, Westerwelle, Schäuble, Gabriel, Lötzsch & Co rückt viel Bedenklicheres in den Vordergrund.
Die geschenkte, nicht von Deutschen erworbene Demokratie, die Befreiung von der Diktatur, von der Bundespräsident v. Weizsäcker einmal gesprochen hat, die von den Bürgerrechtlern der ehemaligen DDR erkämpfte Demokratie scheint mir in Gefahr.
Sie, die Demokratie, scheint mir nicht gefährdet durch ein rassistisches deutsches Volk, sondern durch eine Politikerkaste, die unfähig zu jeder Wahrnehmung gesellschaftlicher Wirklichkeiten ist, ideologisch verblendet andere Meinungen nicht zur Kenntnis zu nehmen bereit ist, Probleme der Veränderungen der Gesellschaft ignoriert und sich seit Jahrzehnten der Aufgabe zur Weiterentwicklung der Demokratie verweigert. Stattdessen hat eine Ignoranz und Arroganz in der Politikerkaste Platz gegriffen, die sich in der Geschichte der Bundesrepublik schrittweise entwickelt hat - und nun ihren (vorläufigen) Höhepunkt erreicht.
Kennzeichen dieser das Volk verachtenden Haltung sind beispielsweise das gelogene Ehrenwort eines Ex-Ministerpräsidenten Uwe Barschel, die gesetzwidrige Verhaltensweise eines Bundeskanzlers Helmut Kohl in der zweiten Parteispendenaffäre, die Behauptung der beiden sog. Volksparteien nach den Bundestagswahlen im Jahr 2005, der Wähler habe eine große Koalition gewollt, das unsägliche Gerede von der Befreiung afghanischer Frauen, von Brunnenbau und Stabilisierungseinsätzen der Bundeswehr, mit dem die Politikerkaste fast ein Jahrzehnt verschwiegen hat, dass die Bundesrepublik einen Krieg führt - und zwar gegen den Willen von 60 - 70% der Bevölkerung.
Solche Lügen gegenüber dem Souverän unseres Grundgesetzes erinnern an die Aussage des Diktators Ulbricht von 1961: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen."
Anstatt dass sich Parteien jedoch - wie es in einer funktionierenden Demokratie zu erwarten und zu verlangen wäre - von heulenden Propagandisten und Demagogen befreien, wird noch eine im realen Sozialismus sozialisierte ehemalige FDJ-Agitatorin von hilflosen Parteigenossen zur Bundeskanzlerin gekürt, die sich nicht entblödet hat, dem Vorstand der Bundesbank die Entlassung von Herrn Sarrazin nahe zu legen.
Ein kniefälliger Vorstand der Bundesbank folgt dieser Verletzung seiner Unabhängigkeit in selbst verachtendem Gehorsam.
Hier zeigt sich ein demokratisches Unbewusstsein, das zu höchster Sorge Anlass geben muss. Selbst wenn Herr Sarrazin eine Neuauflage von "Mein Kampf" veröffentlicht hätte, dann wäre der rechtsstaatliche Weg die Ermittlung der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung und verbotener Verbreitung nationalsozialistischer Propaganda - nicht aber eine die Persönlichkeitsrechte verachtende Entlassung wegen fragwürdiger Ansehensschädigung der Bundesbank und wegen eines behaupteten Verstoßes gegen die "political correctness".
Thilo Sarrazin hat aber nach allem was mir bis jetzt bekannt ist, nicht "Mein Kampf" neu geschrieben, er hat lediglich ein Buch geschrieben, in dem einige Angaben fragwürdig und kritikwürdig erscheinen mögen.
Merkel, Gabriel, der Vorstand der SPD, der anscheinend in völliger Selbstüberschätzung das Demokratieverständnis für sich gepachtet zu haben scheint, und ein "seriöser" Journalist, der sich in seiner Sendung u. a. einer Person bedient, die bereits wegen fragwürdigsten Umgangs bundesweit auffällig geworden ist, haben eine Hexenjagd mitinitiiert, die nur ein bezeichnendes Licht auf das dort vorhandene Demokratieunverständnis wirft. Die unmäßige Stellungnahme eines Mitglieds des Zentralrats der Juden in Deutschland möchte ich hier nicht erwähnen. Einen Beitrag zu einer Versachlichung der Diskussion über Migration und Integration hat der Herr m. E. jedoch nicht geleistet.
In den letzten Tagen war die Unruhe zahlreicher Bürger über das Verhalten nicht des Herrn Sarrazin sondern über das seiner "Jäger" deutlich spürbar in vielen Internetforen. Die Bürger haben diskutiert und in weit überwiegender Mehrheit ihre Sorge um die von ihnen empfundene Verletzung der Meinungsfreiheit durch die von mir genannten Politiker und Journalisten zum Ausdruck gebracht. WELT-online z.B. schloss eine Kommentarseite regelmäßig nach teilweise wenigen Stunden - nach meiner Einschätzung deswegen, weil die einseitige Berichterstattung zu unangenehmen, sicherlich manchmal auch zu empörten Reaktionen führte.
Ich erwarte von verantwortbewussten Politikern und Journalisten eindeutige Maßnahmen, um dieser Empörung entgegen zu wirken - sie könnte sonst in Protestformen umschlagen, die niemand in diesem Land will oder braucht.
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